Die meisten Führungskräfte, die ein Coaching erwägen, zögern nicht am „Ob" – sie zögern am „Wie": Wie viele Termine? Was passiert da konkret? Woran merke ich, dass es wirkt? Diese Fragen sind berechtigt, und sie verdienen präzise Antworten statt Marketing-Nebel. Hier ist der Ablauf, wie er sich in vielen Jahren Praxis bewährt hat.

Schritt 1: Das Erstgespräch (kostenfrei, 30 Minuten)

Am Anfang steht kein Vertrag, sondern ein Gespräch. Sie schildern Ihr Anliegen, ich stelle Fragen, und wir prüfen beide dasselbe: Passt es – fachlich und menschlich?

Dieses Gespräch ist bewusst kostenfrei und unverbindlich. Coaching ist Vertrauensarbeit; ob Vertrauen entstehen kann, merken Sie nicht auf einer Website, sondern im Kontakt. Und manchmal ist das ehrliche Ergebnis des Erstgesprächs: Ihr Thema braucht etwas anderes – eine Moderation, eine Beratung, in seltenen Fällen therapeutische Unterstützung. Auch das sage ich Ihnen dann.

Schritt 2: Die Auftragsklärung – der unterschätzte Kern

Die erste reguläre Sitzung gehört der Klärung: Worum geht es wirklich? Was soll am Ende anders sein – beobachtbar, nicht als Gefühl? Wer außer Ihnen hat Erwartungen an dieses Coaching (Vorgesetzte, HR), und wie gehen wir damit um?

Zahlt der Arbeitgeber, wird hier auch das Dreiecksverhältnis geregelt: Ziele können mit dem Auftraggeber abgestimmt werden – Inhalte bleiben ausnahmslos vertraulich. Diese Grenze ist nicht verhandelbar, und sie schützt Sie.

Häufig verschiebt sich in dieser Phase das Thema. Aus „Ich will delegieren lernen" wird „Ich traue meinem Team nicht – und muss verstehen, warum". Diese Verschiebung ist kein Umweg, sondern der eigentliche Anfang der Arbeit.

Schritt 3: Die Arbeitsphase – Rhythmus und Methode

Bewährt hat sich ein Rhythmus von drei bis vier Wochen zwischen den Sitzungen à 90 Minuten. Warum so weit auseinander? Weil die Wirkung zwischen den Terminen entsteht: Sie erproben Neues im Alltag, beobachten, was passiert, und bringen die Erfahrung mit zurück.

In den Sitzungen selbst arbeite ich als Psychologin mit dem, was trägt: strukturierte Reflexion, Perspektivwechsel, Muster erkennen und unterbrechen, konkrete Situationen vorbereiten und nachbereiten. Keine Esoterik, keine Schablonen-Tools – sondern das, was zu Ihrer Frage passt. Gelegentlich gehört auch ein Spaziergang dazu; manche Gedanken brauchen Bewegung.

Ein realistischer Gesamtumfang liegt bei sechs bis zehn Sitzungen über vier bis acht Monate. Manche Anliegen sind nach drei Terminen geklärt; tiefere Rollen- und Haltungsthemen brauchen länger. Was nicht seriös ist: unbegrenzte Begleitung ohne Ziel und Ende.

Schritt 4: Der Abschluss – bewusst, nicht ausgeschlichen

Gutes Coaching endet. In der letzten Sitzung schauen wir auf die Ausgangsfragen: Was hat sich verändert? Was trägt von allein? Wo sind die Rückfall-Risiken, und was tun Sie dann?

Dieses bewusste Ende ist Teil der Wirkung – es macht Sie unabhängig, nicht abhängig.

Eine spätere Auffrischungssitzung bei neuen Weichenstellungen ist möglich; ein Dauerabo ist es nicht.

Was Coaching realistisch bewirkt – und was nicht

Realistisch sind: Klarheit über die eigene Rolle und die eigenen Muster, tragfähigere Entscheidungen, souveränerer Umgang mit schwierigen Situationen und Menschen, spürbar weniger Reibungsverlust zwischen Anspruch und Alltag.

Nicht realistisch sind: Persönlichkeitsumbau in drei Sitzungen, Lösungen ohne eigene Arbeit, Veränderung von Menschen, die nicht im Raum sind. Ein Coaching kann Ihren Chef nicht ändern – es kann ändern, wie Sie ihm begegnen.

Der nächste Schritt

Wenn dieser Ablauf zu Ihrer Situation passt: Vereinbaren Sie ein Erstgespräch – telefonisch, online oder in meinem Kölner Praxisraum. 30 Minuten, kostenfrei, ohne Verkaufsdruck. Danach wissen Sie, ob Coaching Ihr Format ist und ob wir zusammenpassen. Woran Sie gutes Coaching generell erkennen, lesen Sie hier.

Verstehen. Vertrauen. Voranbringen.

Ulrike von den Driesch
Ulrike von den Driesch
Diplom-Psychologin · Coach und Beraterin · Köln